Webinar: „Hunde der Welt“ – kulturelle Unterschiede in der Hund-Mensch-Beziehung
Auslandshunde werden unter anderem geprägt durch die Kultur des Landes, aus dem sie stammen, denn die Kultur prägt die Menschen und ihren Umgang mit Tieren. Und je mehr Menschen bei uns leben, die aus anderen Kulturkreisen stammen, desto häufiger kommen Trainer und Verhaltensberater mit dem anderen Bild vom Hund, vom Tier an sich in Berührung. Verständnis und Wissen über kulturelle Verschiedenheiten zu kennen ist eine wichtige Komponente für die Compliance der Hundebesitzer und kann dazu beitragen, in anderen Kulturen aufgewachsene Hunde besser einzuschätzen und zu vermitteln. Das verbessert Trainings- und Therapieerfolg. Kurz: Es beugt dem „Culture Clash“ auf dem Hundeplatz und in der therapeutischen Behandlung vor.
Je mehr Menschen bei uns leben, die aus anderen Kulturkreisen stammen, desto häufiger kommen Trainer und Verhaltensberater mit dem anderen Bild vom Hund in Berührung. Verständnis und Wissen über kulturelle Verschiedenheiten kann helfen, die Compliance von Hundebesitzern aus anderen Kulturen zu verbessern und dazu beitragen, in anderen Kulturen aufgewachsene Hunde besser einzuschätzen und zu vermitteln. Kurz: Es beugt dem „Culture Clash“ auf dem Hundeplatz und in der therapeutischen Behandlung vor. Zudem ist es ein weiter Blick über den eigenen kulturellen Tellerrand. Denn die spannende Frage dahinter ist: Wie stark wird das Verhalten von Hunden von der Kultur geprägt, in der sie aufwachsen?
Im Max-Planck-Instituts für Geoanthropologie in Jena beschäftigt man sich unter anderem mit der Beantwortung von Fragen zur Evolution verschiedener biologischer und kultureller Phänomene. Dr. Juliane Bräuer leitet dort seit 2016 die Forschungsgruppe HundeStudien. Außerdem habilitierte sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Fach Psychologie. Die kulturellen Einflüsse auf die Mensch-Hund-Beziehung sind, wie sie selbst sagt, „mein Lieblingsthema“. Dazu forschte sie auf allen fünf Kontinenten.
Forschungsschwerpunkte Dr. Juliane Bräuer
Vergleichende Psychologie / Tierkognition:
- Domestikation
- Kooperation und Helfen
- Kulturelle Unterschiede in Hund-Mensch-Interaktionen
- Geruch und Kognition
- Futterwettbewerb und Fairness
- Kommunikation zwischen Hund und Mensch
- Wahrnehmung von Selbst und Anderen
Die besondere Bedeutung des Hundes für die Arbeit des Max-Planck-Instituts für Geoanthropologie und für die Beantwortung von Fragen zur Evolution verschiedener biologischer und kultureller Phänomene beschreibt Dr. Bräuer so: „Diese Art ist ein sehr interessantes Modell, um die Evolution kognitiver Prozesse, aber auch die Domestikation zu untersuchen. Die Tatsache, dass Hunde seit mindestens 15.000 Jahren mit dem Menschen zusammenleben, könnte zur Selektion kognitiver Fähigkeiten durch den Menschen oder sogar zur Koevolution der kognitiven Fähigkeiten von Hunden und Menschen geführt haben. Wir wissen bereits, dass Hunde einzigartige Fähigkeiten im kommunikativen Bereich entwickelt haben. Uns interessiert nun vor allem, wie Hunde und Menschen miteinander kooperieren und wie sich dies im Laufe der Evolution entwickelt hat.“ Geforscht wird auf Basis non-invasiver Beobachtungsstudien.

Dr. Juliane Bräuer | Foto: Lionell Bischof
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